Unterzeichnung des modernisierten Globalabkommens im Rahmen des VIII. Gipfeltreffens Mexiko–Europäische Union
Außenministerium Mexikos | 22. Mai 2026 | Pressemitteilungen
Pressemitteilung Nr. 112/2026
Die Präsidentin Mexikos, Claudia Sheinbaum, leitete gemeinsam mit ihren Amtskollegen der Europäischen Union, António Costa, Präsident des Europäischen Rates, und Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, die Arbeiten des VIII. Gipfeltreffens Mexiko–Europäische Union im Nationalpalast.
Im Beisein der Botschafter der Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Mexiko sowie von Vertretern des Europäischen Parlaments und des mexikanischen Kongresses unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs das modernisierte Abkommen über wirtschaftliche Partnerschaft, politische Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen Mexiko und der Europäischen Union (modernisiertes Globalabkommen). Außerdem wohnten sie der Unterzeichnung des Interims-Handelsabkommens sowie der Absichtserklärung zur Durchführung eines politischen und strategischen Dialogs über Konsultation und Koordinierung in globalen Angelegenheiten zwischen Mexiko und der Europäischen Union bei. Diese wurde vom Außenminister Roberto Velasco und der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik sowie Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Kaja Kallas, unterzeichnet. Zudem wurde die gemeinsame Erklärung des Gipfels verabschiedet.
Im politischen Bereich aktualisiert das Abkommen die seit 2009 bestehende strategische Partnerschaft und erweitert die Dialogforen auf Themen wie neue Technologien, künstliche Intelligenz und Innovation. Diese Dialoge sollen auch auf parlamentarischer Ebene stattfinden und erstmals für die Zivilgesellschaft geöffnet werden.
Im wirtschaftlichen Bereich markiert die Unterzeichnung des modernisierten Globalabkommens einen Wendepunkt, da neue Handels- und Investitionsmöglichkeiten geschaffen werden. Grundlage dafür ist ein modernes Regelwerk, das den Wirtschaftsakteuren in Mexiko und Europa mehr Rechtssicherheit bieten soll.
Das Abkommen tritt in Kraft, sobald es vom Europäischen Parlament, den Parlamenten der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie vom mexikanischen Senat ratifiziert worden ist.
Das modernisierte Globalabkommen wird zur Diversifizierung der internationalen Beziehungen Mexikos beitragen. Es sieht einen Zollabbau für 86 % der Agrarprodukte vor, schützt emblematische mexikanische Produkte durch geografische Herkunftsangaben und flexibilisiert spezifische Ursprungsregeln, insbesondere in der Automobil-, Luftfahrt- und Chemieindustrie. Darüber hinaus wird ein Investitionsgericht zur Streitbeilegung eingerichtet.
Unternehmer beider Seiten nahmen am Vortag an einem Wirtschaftsgipfel teil, der vom Mexikanischen Rat für Außenhandel (COMCE) organisiert wurde. In diesem Rahmen nahmen die Staats- und Regierungschefs die europäischen Investitionsströme nach Mexiko zur Kenntnis, die im Jahr 2025 ein Volumen von nahezu 10 Milliarden US-Dollar erreichten.
Heute ist die Europäische Union der zweitgrößte ausländische Investor in Mexiko und als Block der drittwichtigste Handelspartner des Landes.






