Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen Mexiko und Deutschland durch die III. Plenarsitzung der Binationalen Kommission „Allianz für die Zukunft“

 

Pressemitteilung Nr. 121/2026
Außenministerium Mexikos (Secretaría de Relaciones Exteriores) | 4. Juni 2026 | Pressemitteilung

 

  • Mexiko ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika; Deutschland ist Mexikos bedeutendster Partner innerhalb der Europäischen Union. Im Jahr 2025 erreichte das bilaterale Handelsvolumen 27,38 Milliarden US-Dollar.
  • „Es ist die erste Sitzung dieser Kommission seit fast zehn Jahren. Wir sind überzeugt, dass dies die erste von vielen sein wird, um den politischen Dialog in konkrete Initiativen umzusetzen“, erklärte Roberto Velasco Álvarez.

Der mexikanische Außenminister Roberto Velasco Álvarez und der deutsche Bundesminister des Auswärtigen Johann Wadephul leiteten heute die III. Sitzung der Binationalen Kommission Mexiko–Deutschland „Allianz für die Zukunft“, die im Außenministerium in Mexiko-Stadt stattfand.

Beide Politiker bekräftigten den strategischen Charakter der Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland und unterstrichen ihren Willen, den Austausch in allen Bereichen der bilateralen Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Sie hoben zudem die Kontinuität des politischen Dialogs hervor, die sich unter anderem im Besuch des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im März dieses Jahres sowie im Treffen zwischen der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz am Rande des G7-Gipfels in Kanada im vergangenen Jahr widerspiegeln.

Mit der Unterzeichnung der Abschlusserklärung werden die wichtigsten Fortschritte und Vereinbarungen der fünf Fachkommissionen festgehalten. Gleichzeitig wird eine Roadmap für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in sämtlichen Bereichen der bilateralen Beziehungen festgelegt.

Velasco Álvarez betonte, dass Mexiko und Deutschland über die zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Kontakte hinaus eine gemeinsame Vision hinsichtlich der Bedeutung von Multilateralismus, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten, Freihandel und internationaler Zusammenarbeit teilen. Diese seien unverzichtbare Instrumente zur Bewältigung globaler Herausforderungen.

„Als Mitglieder der G20 werden wir weiterhin Entwicklungsmodelle fördern, die einen inklusiven, nachhaltigen und gerechten Wandel ermöglichen, ohne jemanden zurückzulassen. (...) Nach fast zehn Jahren ohne Sitzung dieser Kommission bin ich überzeugt, dass dies die erste von vielen Zusammenkünften sein wird, die den politischen Dialog in konkrete Initiativen umsetzen“, erklärte er abschließend.

Minister Wadephul betonte seinerseits die Schlüsselrolle Mexikos in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen Deutschlands. Dies zeige sich unter anderem darin, dass Mexiko Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner in Lateinamerika sei und mehr als 2.000 deutsche Unternehmen im Land vertreten seien – von der Automobilindustrie bis hin zum Zahlungsverkehrssektor.

Im Rahmen des Treffens vereinbarten beide Seiten regelmäßige Zusammenkünfte zur Überprüfung der gemeinsamen Agenda sowie zur weiteren Vertiefung der bilateralen Beziehungen mit Blick auf das 75. Jubiläum der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland im Jahr 2027.

Beide Delegationen waren sich einig, dass das Inkrafttreten des modernisierten Globalabkommens zwischen Mexiko und der Europäischen Union neue Chancen für Handel und Investitionen in beiden Ländern eröffnen wird.

An dieser Sitzung der Binationalen Kommission nahmen 18 deutsche Vertreterinnen und Vertreter aus fünf Bundesministerien sowie ihre mexikanischen Amtskolleginnen und -kollegen aus den Ministerien für Auswärtige Beziehungen; Wirtschaft; Umwelt und natürliche Ressourcen; Wissenschaft, Geisteswissenschaften, Technologie und Innovation; Kultur; Bildung sowie Arbeit und soziale Vorsorge teil.